Wir bieten unseren Mandanten Coaching- und Beratungsleistungen an, welche auf die individuellen Verhältnisse und Begleitumstände zugeschnitten sind. Je nach Entwicklungsstand eines Vorhabens, Vorkenntnissen eines Mandanten usw. besteht rund 50-80 % unserer Tätigkeit aus Coaching, der Rest ist Beratung, Bürokratie etc.
Coaching ist heutzutage fast schon eine Modeerscheinung, in der öffentlichen Wahrnehmung irgendwo zwischen Psychotherapie und esoterischer Lebensberatung anzusiedeln. In der täglichen Praxis versuchen wir uns im Rahmen eines "systemischen Coachings" an den "inneren Landkarten" unserer Mandanten zu orientieren, um sie auf ihrem Weg der unternehmerischen Selbstentfaltung zu unterstützen. Menschen und Unternehmen stellen Systeme dar, die nach bestimmten Wertüberzeugungen, Zielsetzungen und unternehmerischen Ausrichtungen (Innovation, Routine usw.) "funktionieren" und ihre Umwelt entsprechend konstruieren. Es handelt sich dabei i.d.R. um sehr komplexe Systeme mit sehr unterschiedlichen Merkmalsausprägungen hinsichtlich ihrer Persönlichkeitsstrukturen oder Motivation. Vor diesem Hintergrund lassen sich solch komplexe Systeme nicht "einfach" steuern bzw. beraten, sondern sie müssen vom Coach in ihren Strukturen erfasst werden und hinsichtlich des Veränderungspotenzials ausgelotet werden. Ein Coach entlockt dem Mandanten Daten, indem er Fragen zu aktuellen Problemsituationen, möglichen Zukunftzuständen und dazugehörigen Lösungswegen stellt, er interveniert nicht, kann aber durch seine Fragen Anregungen (syst.: "Störungen" -im positiven Sinne-) erzeugen, an denen sich der Beratene mit Blick auf seine Zielsetzungen reiben kann. Es steht jedem Mandanten dann letztendlich frei, wie er mit dem neuen Datenpool und den Störungen umgeht und wie er sie konstruktiv als handlungswirksame Informationen in den Alltag integriert.
Hinter dieser Logik steht die strikte begriffliche Unterscheidung von "Daten", "Information" und "Wissen". Daten werden nur zu Informationen, wenn sie beim Datenempfänger vor dem Hintergrund seines systemischen Wahrnehmungsapparates – bspw. durch die Verknüpfung mit speziellem Erfahrungswissen – etwas Bestimmtes erzeugen. Wissen stellt jenes Reservoir an Informationen dar, welches mit Erfahrungen getränkt wird. Vor diesem Hintergrund beinhaltet der Coaching- und Beratungsprozess neben dem Aufwerfen von Entwicklungspotenzialen und Zielen (samt der damit verbundenen positiven motivationalen Wirkung) auch immer einen konkreten Umsetzungsanspruch für das reale Leben. Dies gilt für den Gründer, der seine Geschäftsidee bezüglich der Vereinbarkeit mit seinen Zukunftsvorstellungen und dem grundsätzlichen Marktpotenzial reflektieren möchte genauso wie für den bereits selbständig tätigen Unternehmer, der sich bspw. aus eingefahrenen betrieblichen Routinen befreien möchte, die Erschließung neuer Absatzmärkte in Erwägung zieht oder sich mit Finanzierungsfragen, Sanierungsproblemen etc. konfrontiert sieht.
Im Unterschied zum Coaching interveniert ein Berater in den Interaktionsprozess und versucht den durch Coaching initiierten Selbststeuerungsprozess damit positiv zu beeinflussen. Dies wird immer dann erforderlich, wenn der Coach bzw. Berater spürt, dass der Coachingprozess ohne die Bereitstellung zusätzlicher Daten, die der Mandant als Information in seinen Entwicklungsprozess integrieren könnte oder sollte, ins Stocken gerät oder in eine Sackgasse führt. Ein potenzieller Gründer, der noch Sozialleistungen aus dem SGB II bezieht, wird seinen Entwicklungsprozess möglicherweise wesentlich langfristiger, nachhaltiger und konstruktiver steuern, wenn ihm das allgemeine Prozedere des Zusammenspiels der im Gründungsprozess involvierten Institutionen (Kreisjobcenter, Finanzamt, Gewerbeamt, Kreditinstitute etc.) transparent und auf seine spezielle Lebenssituation zugeschnitten dargelegt wird. Zumeist haben Gründer diesbezüglich nur sehr vage oder gänzlich falsche Vorstellungen, was dazu führt, dass sie auf ihrem unternehmerischen Weg gehemmt sind. Ähnliches gilt Gründer, die öffentliche Förderprogramme in Anspruch nehmen wollen, aber nicht wissen, wie der Antragsweg verläuft bzw. für Gründer, die für ihren unternehmerischen Weg Fördermöglichkeiten in Anspruch nehmen könnten (oder sollten), von denen sie vorher nichts wussten. Gerade für akademische Gründer, in deren Vorhaben viel spezifisches Know-how einfließt und deren Finanzmittel zur Etablierung des Konzeptes aufgrund der zunehmenden Kapitalintensität des unternehmerischen Entwicklungsprozesses begrenzt sind, besteht neben dem Coachingprozess i.d.R. ein recht hoher Beratungsbedarf hinsichtlich der möglichen Inanspruchnahme alternativer Finanzierungsmittel und -quellen, sowie der Abwägung der damit verbundenen Vor- und Nachteilshaftigkeit im speziellen Einzelfall. Wir unterstützen Sie bei der strategischen Planung, der Etablierung produktiver Netzwerkstrukturen, der Erstellung von Geschäftsplänen und der Suche nach Investoren.
Die Ahead GmbH verfügt aufgrund der Tatsache, dass die involvierten Berater selbst seit Jahren unternehmerisch tätig sind, über ein sehr umfangreiches Wissen und große Erfahrung beim Coaching und bei der Beratung von Gründern in den unterschiedlichsten Entwicklungsstadien. Wir arbeiten mit einem großen Netzwerk zusammen, um auch für Detailfragen ein maßgeschneidertes, individuelles Lösungskonzept zu entwickeln und achten darauf, dass wir für die Coaching- und Beratungsleistungen stets öffentliche Förderprogramme integrieren, um die finanzielle Belastung von Beginn an transparent und überschaubar zu gestalten. Als Kooperationspartner arbeiten wir diesbezüglich eng mit verschiedenen öffentlichen Institutionen zusammen, die unsere Coaching- und Beratungsleistungen (unter bestimmten Förderbedingungen) finanziell unterstützen.
Dr. Peter Rassidakis
Ahead management & Start-Up Consulting GmbH
Softwarecenter 3
35037 Marburg